Ist Ihnen das real genug?!
Ja, über diesen Satz denke ich nun schon den ganzen Morgen nach. Was ist real? Was ist Realität? Ist mein Leben Realität? Ist die Vergangenheit, die ich erlebt habe und an die ich mich erinnere real? Oder ist sie das Konglomerat von Verzerrungen und Phantasie? Kann etwas real genug sein? Und wenn es das nicht ist, ist es dann semireal?
Wenn ich etwas alleine erlebe, ist das dann real oder Kopfkino? Und wenn ich etwas mit anderen Menschen erlebe, ist das dann realer als wenn ich alleine wäre? Oder ist die objektive Realität nur die Schnittmenge von meiner und der Realität des anderen?
Und wenn mir jemand etwas aus seinem Leben erzählt und ich war nicht dabei, woher weiss ich dann das es real ist, was er erzählt? Vielleicht gibt er mir nur ein Konglomerat von Verzerrungen und Phantasie wieder und ich glaube dann an die Fiktion als etwas Wahres?
Wenn dem so ist, wo nehmen dann Menschen das Recht her meine Realität als nicht real bzw. nicht existent zu bezeichnen? Und wenn zwei Menschen in einem Raum sind und der eine sieht noch einen dritten Menschen, den der andere nicht sehen kann. Wessen Realität ist dann die richtige? Gibt es falsche und wahre Realitäten?
Warum wird derjenige, dessen Realität nicht zu der objektiven Schnittmenge (der Teil der Realität den zwei Menschen als real empfinden) passt für verrückt erklärt, während diejenigen, deren Realität zur Schnittmenge gehört, Menschen aufsuchen, die Visionen haben, gehen und sich von diesen eine eventuelle zukünftige subjektive Realität zeigen lassen? Eine Realität, die durch das Fehlen der Schnittmenge nicht objetiv ist?
Die Logik gesunder Menschen verwirrt mich.